Nischen Suche

Teil 1: Nischensuche

Warum ist es wichtig die passende Nische zu finden?

Der Grund dafür ist ganz einfach – wenn man von Anfang an keine gute Nische findet, wird es schwer, sogar fast unmöglich, auf den ersten Plätzen bei Google zu landen.
Daher ist es sehr wichtig, dass man diesen Punkt sehr sorgfältig und mit viel Geduld abarbeitet.

Dazu werde ich euch meine Vorgehensweise im folgenden Beitrag genauer erklären.

Ideen finden

Damit ich eine geeignete Nische finde, habe ich zwei Methoden, wie ich vorgehe, um eine lukrative Nische zu finden:

Methode 1 – auf das Umfeld achten:

Meist suche ich mir eine Nische, wo ich auch selbst persönliches Interesse habe. Daher halte ich unterwegs meine Augen offen und versuche, interessante Produkte zu finden. Diese notiere ich anschließend auf meinem Handy. Sobald ich dann zu Hause Zeit habe, schaue ich mir die Liste an und analysiere diese.

Auch wenn ich mit Freunden spreche, höre ich mir gerne ihre Probleme an und frage mich, ob nicht mehrere Leute das Problem haben könnten. Denn viele Leute Googlen auch nach Problemen. Um somit passende Lösungen zu finden.

Ein interessantes Problem, welches ich mir z. B. letztens notiert habe, war: „Mein Bonsai hat Pilzbefall, was kann ich dagegen tun?“

Aus diesem Problem könnte man nun ggf. sogar eine Nische erstellen.

Methode 2 – Amazon Neuheiten-Liste

Eine weitere Methode, welche ich sehr gerne verwende, ist die Amazon Neuheiten-Liste.
Hier schaue ich für mich interessante Kategorien an und prüfe anschließend die interessanten und nicht klassischen Produkte.

Zu den klassischen Produkten gehören z. B.: Kühlschrank, Handy, Monitor usw.

Zu den nicht klassischen Produkten gehören z. B.: Gummistiefel, Hundehalsband, Nagelschere usw.

Keyword Analyse

Verwendetes Tool zu Analyse – KWfinder

Für die Analyse der recherchierten Keywords verwende ich das Tool „KWfinder*“.
Das Tool ist leider nur begrenzt kostenlos. Man kann alle 24 Stunden insgesamt 3 Keywords analysieren.

KWfinder Suggestions

Der Anbieter stellt natürlich noch kostenpflichtige Pakete zur Verfügung. Ich selbst verwende den Tarif „mangools Basic“ für 10,75$ im Monat (wenn man ein Jahres-Abo abschließt).

Als kleiner Tipp, falls ihr ein Abo abschließen möchtet. Erstellt im Vorfeld bereits einen Account und schließt dann anschließend ein Abo ab. Denn für registrierte Kunden sind die Tarife noch ein wenig günstiger.

Keywords analysieren

Als Beispiel nehme ich das Keyword „Nagelschere

Hier gebe ich im Tool einfach „Nagelschere“, das Land „Germany“ und Sprache „German“ ein. Anschließend lasse ich das Tool analysieren.

Das Tool zeigt nun vom Keyword folgende Werte an:

Suggestion:

  • Ähnliche themenrelevante Keywords werden vorgeschlagen

Trend:

  • Im Balkendiagramm wird der Trend der letzten 12 Monate angezeigt
  • Hier kann man schauen, ob es nur ein kurzer Trend war, es sich um Season-Ware handelt oder ob es sich um einen Dauerbrenner handelte.

Search

  • Durchschnittliches Suchvolumen in den letzten 12 Monaten

CPC

  • Cost per Click oder im deutschen auch Kosten pro Klick

PPC

  • Pay per Click oder im deutschen auch Bezahlung pro Klick

DIFF

  • Vom KWFinder ein selbst erstellter Wert von 1-100, welcher die Schwierigkeit zum Ranken des Keywords darstellen soll.
  • Das Tool benutzt die API von der moz.com und hat sich eine eigene Formel aus DA,PA,MR und MT erstellt. Wer genauere Infos zu den Werten haben möchte, kann sich hier einlesen:
    • DA = Domain Authority
    • PA = Page Authority
    • MR = MoZRank
    • MT = MozTrust

KWFinder Nagelschere

Wie man hier sieht, wird das Keywords Nagelschere insgesamt 2979-mal gesucht und der Trend bleibt ganzjährig konstant. Im Sommer gibt es noch einen kleinen Schub. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Frauen im Sommer meist mit offenen Schuhen rumlaufen und Ihre lackierten Fußnägeln präsentieren wollen 🙂

Der DIFF-Wert beträgt 19, was auf dem ersten Blick sehr positiv aussieht, da auf der rechten Seite des Screenshots keine Nische angezeigt wird, welche sich nur auf Nagelscheren konzentriert hat. Die Moz Werte sind auch alle sehr gering und es sieht eigentlich gut aus.
Wichtig ist hier, nicht nur einem Tool zu vertrauen! Es gibt noch weitere Tools wie Market Samurai. Dazu hat Peer von Selbständig im Netz einen Artikel  geschrieben.

Da ich das Keyword nun ganz ansprechend finde, prüfe ich erstmal, wieviel Geld ich mit dem Keyword verdienen kann. Dazu habe ich für mich eine grobe Formel:

  • Suchanfragen pro Monat davon 75 % laden auf der Webseite – also bei 3000 SV = 2250
  • Besucher von der Webseite, welche sich beim Affiliate-Partner das Produkt ansehen ca. 20 %
  • Besucher die anschließen was beim Affiliate-Partner kaufen ca. 10 %.
  • Nun durchschnittlicher Produktpreis die Provision ausrechnen
  • Zum Schluss Provision des Produkts * potenzielle Käufer

Beim Keyword Nagelschere komme ich dann auf folgendes Ergebnis:

  • 3000 Suchanfragen 75 % = 2250
  • 2250 Besucher 20 % = 450
  • 450 Affiliate-Shop Besucher 10 % = 45 Käufer
  • Eine Nagelschere kostet ca. 10€ bei einer Provision von 7 % (Haushalt) = 0,70€
  • 45*0,70 = 31,50€

Also würde ich mit dem Keyword Nagelschere ca. 31,50€ verdienen, wenn man eine Top-Platzierung hat. Hier muss man natürlich selbst wissen, ob es einem die Arbeit Wert ist oder nicht. Was man auch beachten muss, ist, dass man nicht nur mit dem Hauptkeyword Nagelschere ranken kann. Des Weiteren rankt man ebenfalls mit Short-Tail- und Long-Tail-Keywords und mit W-Fragen.

Unterschied zwischen Short-Tail-Keyword und Long-Tail-Keywords und W-Fragen

Shorttail-Keywords

Sind einzelne Begriffe wie z. B.: Nagelschere, Nagelpflege, Nageletui usw.

Long-Tail-Keywords

Sind mehrere Begriffe mit anderen Keywords kombiniert z. B.: Nagelschere für Babys, Nagelschere für Linkshänder usw.

W-Fragen

Sind fragen die man zum Produkt/Problem stellen kann z. B.: Warum ist eine Nagelschere gebogen, welche Nagelschere für Babys, welche Nagelschere ist gut usw.

W-Fragen können auch mit dem KWfinder gesucht werden:

KWFinder Nagelschere Fragen

Nachdem ich alle Short-Tail-, Long-Tail-Keywords und W-Fragen wie oben beschrieben geprüft habe und die Nische immer noch interessant ist, prüfe ich von der Konkurrenz die Backlinks.

Backlinks

Backlinks sind Links, welche von einer externen Seite auf Deine Seite verweisen. Wie ich an Backlinks dran komme und worauf man achten sollte, werde ich in „Teil 11: Off Page Suchmaschinen Optimierung“ erklären.

Backlinks der Konkurrenz prüfen

Nun google ich nach meine Short-Tail-, Long-Tail-Keywords und W-Fragen, schaue nach Konkurrenznischen und prüfe die Backlinks der einzelnen Seiten. Dazu verwende ich Majestic

Majestic

Hier sieht man, das die Konkurrenz schon ein ordentliches Backlinkprofil aufgebaut. Bei den Werten über 20 überlege ich ganz genau, ob ich mich wirklich auf die Nische einlasse.
Aber das Gute in dem Fall ist, dass der Konkurrent sich auf das Keyword Maniküre Set spezialisiert hat und sich mit den relevanten Keywords für Nagelschere gar nicht beschäftigt hat. Zudem hat er mit meinen recherchierten Keywords kaum bis gar keine nennenswerten Platzierungen bei Google.

Das Gleiche mache ich noch mit den anderen Konkurrenzseiten und entscheide dann schlussendlich aus allen Fakten heraus, ob ich für dieses Produkt eine Nische erstellen würde.

Fazit

Zum Beispiel Nagelschere würde ich persönlich keine Nische erstellen, da mir hier einfach der Bezug zum Produkt fehlt. Für mich muss das Produkt zu mir passen, da ich mich damit auch identifizieren möchte. Ansonsten erzähle und erkläre ich den Lesern nur Quatsch und kann kaum bis gar keinen Mehrwert für die Seitenbesucher bieten.

Denn was bringt eine toll recherchierte Nische, wenn man dem Leser nicht wirklich was Sinnvolles vermitteln kann? Nichts – daher lasse ich hier lieber anderen den Vorrang.

Außerdem ist mir der Produktpreis und der potenzielle Gewinn, welchen ich mit dem Produkt erzielen könnte, viel zu gering.

In dem Beitrag ging es eher darum, zu zeigen, wie ich bei der Nischenfindung vorgehe.

Ich hoffe, Euch hat mein Beitrag gefallen. Falls ihr Fragen oder Ergänzungen habt, hinterlasst doch einfach ein Kommentar.

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2 Kommentare auf "Teil 1: Nischensuche"

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Florian
Gast

Servus René,

schön, dass du auch schreibst. Ich bin gespannt wie sich dieses Jahr die Challenge entwickeln wird. Freue mich aber, dass ausgewählte Leute auch wirklich sehr gute und hochwertige Artikel schreiben.

Viel Erfolg weiterhin!

PS: Ich habe deine Seite mal auf meinem Blog verlinkt. Dort zeige ich alle Nischen auf, die bei der Challenge entstehen – von denen ich weiß :).

Grüße
Flo

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